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Fruktan-Wetterlage und Hufrehe

Fruktan-Wetterlage und Hufrehe

Fruktan, das Schreckgespenst aller Besitzer von Hufrehe-gefährdeten Pferden.

Fruktan ist ein Speicherkohlenhydrat, ein Zucker, den Gräser produzieren, wenn Fotosynthese stattfindet, aber andere äußere Bedingungen, wie Temperatur oder Wasserverfügbarkeit es verhindern, dass die Pflanze wachsen kann. Ein Mordssatzungetüm.

Nochmal andersherum. Bei optimalen Bedingungen, Sonne, 20°C, genügend Feuchte, betreibt die Pflanze Fotosynthese und setzt die dadurch produzierten Stoffe in ihr Wachstum um. Fehlt das Licht, findet keine Fotosynthese statt. Ist Sonne da und es ist kalt, findet Fotosynthese statt, es kann aber nichts aufgebaut werden, also kein Wachstum. Wo soll das Gras nun mit den Stoffwechselprodukten hin?

Es wandelt sie in Fruktan um und kann so die Sonnenenergie zwischen speichern. Wenn es dann wärmer wird, wird Fruktan wieder umgewandelt und für den Aufbau der Pflanzenmasse verwendet und somit wieder verstoffwechselt.

Gleiches gilt auch, wenn es zu trocken ist oder das Gras durch ständigen Verbiss gestresst ist.

Die höchsten Fruktanwerte werden bei strahlender Sonne und Frost gemessen. Bei bewölktem Wetter findet nur wenig Fotosynthese statt, weshalb nur wenig Fruktan produziert wird. Dann ist die Hufrehe-Gefahr am Geringsten.

Die Fruktanproduktion hängt auch von der Grassorte ab. Moderne Graszüchtungen produzieren weitaus mehr Fruktan als alte Sorten. Wenn die Weide neu eingesät wurde und bei der Grasauswahl nicht explizit eine fruktanarme Mischung ausgesucht wurde, kann man davon ausgehen, das man eigentlich eine Weide für Hochleistungsmilchkühe hat, aber nicht für Pferde. Dann sollte man immer vorsichtig sein.

Für den Pferdebesitzer sind die verschiedenen Kombinationen von Wettereinflüssen sehr verwirrend. Zum Beispiel Dauerfrost. Soll ja im Winter durchaus vorkommen. Dann ist besteht ebenfalls Hufrehe-Gefahr. Einen schönen Kalender gibt es hier (http://home.arcor.de/hufrehe/Fruktankalender.pdf). Er zeigt verschiedene Wetterlagen und zeigt farblich symbolisiert die Gefahrenstufe für erhöhte Fruktanproduktion an. Sehr schön auch zum Ausdrucken.

 

 

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Wer bloggt hier?

Hier bloggt Ulrike E. Barzak. Diplom Biologin und Tierheilpraktikerin.

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