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Was hat Krebs mit Stärke und Zucker zu tun?

Was hat Krebs mit Stärke und Zucker zu tun?

Der Stoffwechsel einer Krebszelle unterscheidet sich völlig von dem einer gesunden Zelle. Sie gewinnen ihre Energie anaerob, das heißt ohne Sauerstoff, durch Vergärung. Glykolyse nennt man das. Dabei entsteht Laktat (Milchsäure). Diese reichert sich im Gewebe an und lockert es dadurch einerseits auf, wodurch es für eine weitere Invasion der Krebszellen anfällig wird. Andererseits können die körpereigenen Abwehrzellen diese Säurebarriere schlechter durchdringen, was die kranken Zellen vor dem Elimieren schützt. Das Geschwulst bildet so durch sein Stoffwechselprodukt seinen eigenen Schutzschild.

Eine gesunde Körperzelle verstoffwechselt Glukose und Sauerstoff (O2) zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O). Das passiert in den Mitochondrien, aerob. In Ausnahmefällen, nämlich unter Sauerstoffmangel, kann eine Zelle auch auf den anaeroben Stoffwechsel umschalten. Man kennt es vielleicht von Muskelzellen, die eine Sauerstoffschuld eingehen können und dann Laktat produzieren. Das geschieht aber nur in Abwesenheit von Sauerstoff. Die Krebszelle benutzt die anaerobe Glykolyse, Gärung, auch wenn Sauerstoff vorhanden ist.

Diese Gärung ist weit weniger effizient wie der aerobe Stoffwechsel. Um die gleiche Energie bereit zu stellen, wird bei der anaeroben Glykolyse 16 x mehr Glukose verbraucht.

Evolutionär gesehen sind weder Mensch noch Hund auf Kohlenhydrate eingestellt. Der Zugang zu großen Mengen an Kohlenhydraten gelang der Menschheit erst nach Einführung des Ackerbaus. Mit dieser Innovation konnten sich die Populationen entscheidend vergrößern. Aber das ist hier nicht das Thema.

Auch der Mensch leidet zunehmend unter nicht „artgerechtem Futter“. Die Nahrung hat sich seit der Jäger- und Sammler-Zeit gravierend geändert. Jetzt sind unsere Lebensmittel stark verarbeitet und Zucker liegt mittlerweile in isolierter Form vor. Glukose pur. Die Zivilisationskrankheiten Diabetes und Co lassen grüßen, aber auch vielleicht Tumorerkrankungen.

Besonders der Hund als eigentlicher Fleischfresser ist an die großen Kohlenhydratmengen nicht angepasst. Der Wolf, als Urmodell des Hundes, gewinnt den Hauptteil seiner Energie aus Fett. Glukose bzw. Kohlenhydrate spielen dabei ein untergeordnete Rolle. Bei den Hunden ist das auch immer noch so. Einen guten Artikel zum Thema  „Stärke, Zucker, Diabetes, Krebs“ bei Hunden findet ihr hier.

Die Entdeckung, das Krebszellen einen anderen Stoffwechsel haben ist schon länger her. 1930 hat der Biochemiker Otto Warburg seine Warburg-Hypothese entwickelt und auch dafür einen Nobelpreis bekommen. Hat sich da eigentlich die ganzen Jahre niemand drum gekümmert? Na, wenigstens in den 50iger Jahren hat Dr. Budwig ihre Leinöl-Quark-Diät entwickelt, die in eine ähnliche Richtung geht.

Warburgs These der anaeroben Ernährung von Krebszellen ist mittlerweiler auch erwiesen. Aber bis an die Öffentlichkeit ist sie noch nicht durchgedrungen, oder? Ich weiß nicht, ob Krebskranken heute eine kohlenhydratarme Diät empfohlen wird. Hinterlasst gern einen Kommentar dazu.

1995 wurde von Dr. Johannes Coy das Gen TKTL1 entdeckt. Es erlaubt Krebszellen auch in Anwesenheit von Sauerstoff auf den anaeroben Stoffwechsel umzustellen und damit wird auch die Apoptose (programmierter Zelltod) verhindert. Es entstehen bei der Vergärung weniger freie Radikale als bei der Atmung. Dr. Coy hat eine Therapie entwickelt um die Krebszellen wieder zur normalen Zellatmung zu bringen. Damit werden die Zellen wieder sterblich. Sie sind dann auch wieder angreifbar für konventionelle Krebstherapien, was vorher erschwert war.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Therapie ist die Reduzierung der Kohlenhydrate auf 1g / kg Körpergewicht. Außerdem gehören sekundäre Pflanzenstoffe dazu. Die vollständige Therapie findet ihr hier.

Ein Video, in dem Dr. Coy das erklärt gibt es auch dazu. Link.

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Wer bloggt hier?

Hier bloggt Ulrike E. Barzak. Diplom Biologin und Tierheilpraktikerin.

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