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Wie wichtig ist Schwefel in der Nahrung? Teil 1: Methionin

Wie wichtig ist Schwefel in der Nahrung? Teil 1: Methionin

Schwefel ist ein Element, was bisher in der Ernährungswissenschaft eher vernachlässigt wurde. Auch bei Blutuntersuchungen ist es kein Parameter, der gemessen wird. Im Gegensatz zu Selen, Magnesium oder Eisen. Dabei ist der Schwefelanteil des Körpers weitaus höher als der von Magnesium oder Eisen.

Jeder weiß, wie wichtig es ist, ausreichend Magnesium, Eisen oder Calcium zu sich zu nehmen. Aber bei Schwefel ist das leider nicht so. Hinweise auf den täglichen Schwefelbedarf sucht man meist vergebens.

Es spielt dabei keine Rolle, es dabei um den Menschen oder Hund, Katze, Maus geht. Im Groben gibt es wohl kaum Unterschiede.

Fakt ist jedenfalls, dass ein Körper mit Schwefelmangel nicht mehr gut funktionieren kann.

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Schwefelkristalle

Schwefel ist Bestandteil der Aminosäuren Methionin und Cystein. Die Aminosäure Methionin ist essenziell. Das heißt, sie kann im Körper nicht hergestellt werden und muss deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Methionin kommt z. B. in Fleisch, Fisch, Eiern, Milch, Nüsse (extrem viel in Paranüssen), Sesam und Vollkorngetreide vor.

Methionin ist enorm wichtig für die Proteinbiosynthese. Es ist immer die erste Aminosäure eines Proteins. Ohne Methionin könnte kein Protein synthetsiert werden. Innerhalb eines Proteins kann ebenfalls Methionin vorkommen. Aber für den Start der Proteinbiosynthese ist das Methionin zwingend. Später kann es zwar, je nach Protein, wieder abgespalten und wieder verwendet werden, für Fell- und Hornproteine etwa, gilt dies jedoch nicht. Die aus Methionin hergestellte Aminosäure Cystein wird dafür benötigt und somit im Haar oder Horn endgelagert.

 

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, wenn ein Methioninmangel vorliegt, wirkt sich das limitierend auf die Synthese aller Proteine aus. Proteine sind nicht nur in den Muskeln, sondern in jeder Körperzelle als beispielsweise Enzyme oder Membranproteine, die Substanzen in und aus die Zelle transportieren. Proteine sind Haare und Horn. Proteine sind Kollagene, die wichtige Strukturfunktion des Bindegewebes und der Knochen übernehmen. Proteine sind Hormone und Transportproteine wie das Hämoglobin. Proteine sind Antikörper des Immunsystems. Diese Liste ließe sich noch fortführen.

Die Symptome für einen Mangel sind deshalb auch sehr unspezifisch. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, schlechtes Wachstum, Wundheilungsstörungen, Muskelschwäche und natürlich Huf- und Fellprobleme um einige zu nennen.

Um dem Vorzubeugen sollte man möglichst naturbelassene Futtermittel füttern und auf eine große Vielfalt achten. Liegt schon ein Mangel vor, kann man L-Methionin zufüttern.

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Wer bloggt hier?

Hier bloggt Ulrike E. Barzak. Diplom Biologin und Tierheilpraktikerin.

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